Ohne Ziel

Ich steh an den Gleisen, doch es fährt keine Bahn,

will auch gar nicht verreisen, nur einfach wegfahren.

Der Sonne entgegen, lass die Schatten zurück,

muss nichts mehr erreichen und geniess' dieses Glück.

 

Ohne Start, ohne Ziel

kein Gepäck, nur mit Dir,

wohin ich auch geh',

sag der Sehnsucht 'adé'

 

Am Bahnhof im Häuschen, wart ich auf dich, der Wind kommt von vorne, Züge fahren hier nicht,

Sehnsucht und Erwartung werden zur Qual, Verpflichtung und Zwang, die Fesseln der Wahl,

In der Unterführung dreht der Wind – ich finde dich, du rufst mir zu – Züge fahren hier nicht,

lass uns schnell verschwinden – vor! Nicht zurück!

 

Wir stehen am Ufer, kein Boot weit und breit,

wollen gar nicht verreisen, wir schenken uns Zeit,

schauen der Sonne entgegen, denn dort ist das Licht,

machen nur, was uns gefällt, egal wohin unser Schatten fällt.

 

Wir starten ohne Ziel,

die Richtung bestimmt das Gefühl,

wir entsagen jedem Zwang

Nichts muss – alles kann.